Schulprofil

Kurzfassung Schulprofil

Individualisierung und Differenzierung oder besser gesagt Personifizierung sind an der Neuen Mittelschule St. Marein bei Graz seit einigen Jahren gelebte Wirklichkeit. Eine ganze Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Zeichen für neue Formen des Lernens und Lehrens zu setzen.

Was uns wichtig ist

Die Klasse muss für die Kinder eine stabile und emotionale Heimat sein.

Der im Lehrplan beschriebene Kompetenzgewinn findet in der Schule statt, die Verantwortung dafür bleibt in der Schule.

Die Schülerinnen und Schüler sollen auf das Berufsleben bzw. auf den Übertritt in eine mittlere oder höhere Schule je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit vorbereitet werden.

Gemeinsames Lernen

Ausgehend von den Lehrplanbestimmungen zum Thema „Individualisierung und Differenzierung“ werden Persönlichkeitsbildung sowie Entwicklung und Entfaltung der individuellen Fähigkeiten der Kinder in den Mittelpunkt gestellt. Diese naturgemäß flexible Form mit ihrer großen Bandbreite an Lehr- und Lernformen findet in den Klassen ihr optimales Umfeld.

Die zusätzlichen Lehrer/Innenstunden, die sich aus der Neuen Mittelschule ergeben, werden zur Verbesserung der pädagogischen Situation eingesetzt.

Themenzentrierter Unterricht

Der traditionelle Fachunterricht in den Realien wird durch den themenzentrierten Unterricht bereichert. Die Lehrinhalte werden in Module zerlegt und als Arbeitsaufträge für die Schüler/Innen formuliert. Die Schüler/Innen erarbeiten selbstständig und selbsttätig die Inhalte. Dabei nehmen die Lehrer/Innen eine beobachtende und bei Bedarf helfende Rolle ein. Die Bibliothek, Laptops und die Lehrbücher stehen den Kindern zur Verfügung. In dieser Verbindung wird der Lehrplan zur Gänze erfüllt.

Lernatelier (LEAT)

Eigenverantwortliches Arbeiten im Lernatelier: In dieser Zeit kommt es zu Erarbeitungs- und Übungsphasen, wobei immer zwei Lehrer/Innen aus den differenzierten Pflichtgegenständen (D, E, M) anwesend sind.

Unsere Schwerpunktbereiche

Mit den Schwerpunktbereichen wird auf die individuellen Stärken von Schülerinnen und Schülern konkret eingegangen

  • Fit fürs Leben
  • Natur auf der Spur
  • Sprachen

Fit fürs Leben

Der Schwerpunkt „Fit fürs Leben“ behandelt allgemeine Themen aus der Lebenswelt der Kinder. Bei der Bearbeitung der einzelnen Bereiche werden grundlegende Kenntnisse aus Mathematik, Deutsch und anderen Schulfächern wiederholt und gefestigt. In der dritten Klasse werden Themen wie Einrichten einer Wohnung, gutes Benehmen, kreatives Schreiben, Mathematik in der Küche und gesunder Alltag behandelt.

In der vierten Klasse werden diese Themen weitergeführt und vertieft. Außerdem beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Bewerbungstraining und der Welt der Formulare. Ebenfalls bearbeiten sie die Frage, was und wieviel brauche ich, um den Alltag bewältigen zu können.

Teamfähigkeit und Teamarbeit sollen in diesem Schwerpunkt gefördert werden. Die Schülerinnen und Schüler üben sich mündlich und schriftlich zu präsentieren. Recherchieren im Internet und in Büchern ist ein wichtiger Bestandteil, um die Aufgabenstellungen zu bearbeiten. Der Unterricht wird vorwiegend in Projektform geführt.

Natur auf der Spur

Der Schwerpunkt „Natur auf der Spur“ bietet Schülerinnen und Schülern, die naturwissenschaftliches Interesse zeigen, gerne forschen und experimentieren, die Möglichkeit, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf dem Gebiet der Naturwissenschaften zu erweitern.

In diesem Schwerpunkt kommt es zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit Inhalten aus den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, kombiniert mit Koch- und Werkeinheiten.

Die unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Themen werden hauptsächlich in Form von Projekten erarbeitet. Dabei wird sowohl bei der Recherche, als auch bei der Präsentation von Informationen der sichere Umgang mit Laptop und Internet trainiert. Aufgelockert werden die Themenblöcke durch Exkursionen und Workshops.

Sprachen – Französisch oder Italienisch

Der Unterricht in Französisch/Italienisch dient der Erweiterung der sprachlichen, kommunikativen und sozialen Kompetenz. Besonderer Wert wird auf die intensive Auseinandersetzung mit dem aktuellen Zeitgeschehen und dem kulturellen Leben dieser Länder gelegt.
Das Sprache Französisch/Italienisch bietet verstärkt die Möglichkeit, die französische/ italienische Sprache in unterschiedlichen Bereichen anzuwenden.

Im Konkreten bedeutet dies: Intensives Sprechtraining mit Wortschatzerarbeitung zu verschiedenen Themen, kreative Rollenspiele, Hörverständnistraining mit Hörverständnisübungen, Film, Musik, Literatur, französische Künstler, Lesetraining und Einblick in die französische Lebensweise (Kultur, Küche, …), Verständnis, wie die französischen Jugendlichen leben, Einblick in die Jugendsprache.

Weiters sollen die Jugendlichen erlernen: Gespräche in Alltagssituationen führen können (sich am Bahnhof, am Flughafen, am Campingplatz, im Hotel, Restaurant usw. zurecht finden usw.), Land und Leute (Kultur) kennenlernen, einfache alltagsbezogene Texte, Erlebnisse schreiben können und landeskundliche Themen wie soziokulturelle, geschichtliche Hintergründe, Schulsysteme vergleichen, Francophonie mit einer Auswahl diverser Länder kennenlernen.

Integration

Integrationslehrer/innen sind für alle Schüler/innen zuständig, bieten geblockte Fördereinheiten an und ermöglichen auch ein effektives Arbeiten mit verhaltensauffälligen Kindern. Sie sind fixer Bestandteil unseres Konzeptes.

Soziales Lernen

In der Verantwortung der Klassenvorstände wird in Richtung Konfliktprävention genauso gearbeitet wie an Lösungsstrategien bei entstandenen Unstimmigkeiten. Soziales Lernen ist eine elementare Säule unseres Modells.

Ein zentraler Inhalt ist die Selbstverantwortung der Schüler/Innen für ihr schulisches Arbeiten. Selbstständigkeit, Erkennen und Stärken persönlicher Begabung stehen im Vordergrund.

Schüler/innen-Mediatoren

Unsere Schülermediatorinnen und Schülermediatoren übernehmen die Aufgabe, Mitschülerinnen bzw. Mitschülern in Konfliktsituationen zur Seite zu stehen. Durch Zusicherung von Vertraulichkeit mit den streitenden Parteien sucht man gemeinsam nach Lösungen, die zum Einverständnis für alle Beteiligten führen.

LRT Lese- Rechtschreibtraining (auch Dyskalkulie)

Eine genaue Diagnose der Grundkompetenzen in Lesen, Schreiben und Rechnen, die Beobachtung des Lernverhaltens sowie eine Lerntypenzuordnung sind die Basis für ein individuell abgestimmtes Förderprogramm.

EDV (elektronische Datenverarbeitung) – Informatik

Ist als Werkzeug ein wesentlicher Teil des angewandten Unterrichts. Daher werden von der 5. bis zur 8. Schulstufe 1 – 2 Wochenstunden Informatik angeboten. Das Beherrschen von Grundkenntnissen, der gezielte Umgang mit dem Internet und das Nutzen von interner Vernetzung sind Grundlagen für die offenen Lehrformen.

Laptopunterstützter Unterricht

Alle Schüler/Innen haben zur Unterstützung der Lernarbeit Laptops zur Verfügung. Sie dienen als Werkzeug zur Recherche im themenzentrierten Unterricht, zur Festigung des Unterrichtsertrages (Übungsprogramme) und als Kommunikationsmittel (Lernplattform, Informations- und Arbeitsmittel-weitergabe und Austauschmedium).

Schulbüfett:

Bei der täglichen 30-minütigen gemeinsamen Büfettpause soll auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen, daher entstand vor Jahren die Arbeitsgemeinschaft (Eltern – Schüler/Innen– Lehrer/Innen), die vor allem Wert auf eine gesunde Jause legt. An diesem Projekt nehmen jedes Schuljahr etwa ein Drittel aller Eltern, mehr als die Hälfte der Schüler/Innen und Lehrer/Innen teil.

„Gesunde Schule, bewegtes Leben“ – Projekt mit der STGKK

Seit 2013 sind wir Partnerschule der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, wo wir mit Expertinnen der STGKK ein Schulgesundheitsförderprogramm entwickeln und ständig daran arbeiten.

KLIBO – Kompetenzlernen durch Individualisierung und Berufsorientierung:

Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich über die Meilensteine – Stärkenportfolio, Orientierungsgespräch und individualisierter offener Unterricht – auf ihre weiteren Ausbildungswege vor.

KEL (Kinder-Eltern-Lehrer/Innengespräche)

Zusätzlich zu einer ergänzenden individuellen Leistungsbeschreibung, die in verbaler Form vor allem auf die sozialen Kompetenzen der Schüler/Innen eingeht, werden Gespräche von Schüler/Innen mit den Eltern im Beisein einer/s Klassenlehrerin/s geführt, die nicht die schulischen Leistungen sondern die persönlichen Belange zum Inhalt haben.

Angebot an unverbindlichen Übungen:

Chor

Der Schulchor probt wöchentlich zwei Stunden. Unser Schülerchor begleitet nicht nur die in der Schule stattfindenden Events, sondern absolviert auch Auftritte in der Gemeinde und nimmt immer wieder an Wettbewerben teil.

Robotik

Unsere Robotik-Gruppen (Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Schulstufe) treffen sich einmal wöchentlich, um Robotercomputer zu bauen und zu programmieren. Vor Wettbewerben wird intensiver gearbeitet. Die Teilnahme am RoboCupJunior ist seit einigen Jahren ein „Pflichttermin“ in unserer Schule geworden, wobei unsere Computerprofis in den Disziplinen „Rescue“ und im kreativen „Dance“ teilnehmen und auch schon international erfolgreich waren.

Erste Hilfe

Zwei ausgebildete Erste-Hilfe-Trainer/innen aus unserem Kollegium bieten jährlich nicht nur in der NMS sondern auch in der Volksschule Erste Hilfe Kurse an. Bei der Teilnahme am Bezirkswettbewerb konnten auch schon gute Erfolge erzielt werden.

Organisationsformen

  • Kleines Lehrerstufenteam
  • Verhaltensvereinbarungen für die ganze Schule
  • Betreuersystem – Helfersystem
  • flexibler offener Stundenplan während der Projekte – individuelle Pausenplanung
  • Offene Lernformen in den LEAT-Stunden

Leistungsbeurteilung

  • Laufende, phasen- und individualbezogene Lernzielkontrollen
  • Laufende schriftliche Aufzeichnungen über die Mitarbeit im Unterricht und den LEAT-Stunden
  • Portfolios und Themenmappen
  • schriftliche Leistungsfeststellungen (Schularbeiten und Tests)
  • Das Zeugnis wird wie bisher ausgestellt (Schulstufe/Klasse), die Benotung erfolgt nach Gegenständen. Ab der 7. Schulstufe werden die Schüler/innen nach vertiefter und grundlegender Allgemeinbildung beurteilt.
  • ergänzende verbale Leistungsbeschreibung über Sozialkompetenzen (EDL)